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• Psychotherapie und Medikamente?

• Was ist Verhaltenstherapie (VT)?

Wie verläuft das Antragsverfahren an die

Krankenkasse?

 

 

Wie bekomme ich Psychotherapie?

 

Psychotherapie ist ein genehmigungspflichtiges Verfahren, das heißt zur Kostenübernahme muss ein Psychotherapiegutachten bei Ihrer Krankenkasse (Anmerkung: in diesem Text wird bei der Verwendung des Wortes Krankenkasse von gesetzlichen Krankenversicherern ausgegangen, bei privaten Krankenkassen kann das Procedere abweichen) eingereicht werden. Unterschieden werden dabei der Langzeitantrag mit 45 Stunden und der Kurzzeitantrag mit 25 Sitzungen. Das Gutachten wird nicht von den Krankenkassenmitarbeitern eingesehen, sondern von der Krankenkasse direkt weiter gereicht an einen externen Gutachter. Lediglich die Diagnosen werden für die Krankenkassen ersichtlich. Der Gutachter überprüft das Gutachten inhaltlich. Er sichtet, ob eine Therapie gemäß den gesetzlichen Grundlagen notwendig scheint und ob die Behandlungsplanung erfolgsversprechend ist. Danach schickt er an die Krankenkasse eine Empfehlung darüber ob er eine Therapie bewilligen würde oder nicht. Die Krankenkasse entscheidet sich dann, in der Regel gemäß der Empfehlung des Gutachters, für oder gegen eine Kostenübernahme der Therapie. Dieser Prozess kann zwischen zwei und acht Wochen dauern. Während dieser Phase ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ungeklärt. Hier empfiehlt es sich Rücksprache mit dem Therapeuten zu halten.

 

 

 

 

Ausnahme:

 

Wenn Therapeuten eine bestimmte Anzahl an Anträgen geschrieben haben, bekommen sie die Erlaubnis eine Kurzzeittherapie ohne Gutachten zu beantragen.

 

Um ein solches Gutachten an die Krankenkasse schreiben zu können, werden viele Informationen benötigt. Daher gibt es eine sogenannte probatorische Phase, die bis zu fünf Sitzungen in Anspruch nehmen kann und hauptsächlich der Klärung von drei Dingen dient:

 

1.  Erhebung ausreichender Daten, um einen umfassenden Antrag stellen zu können.

     Dazu gehören Daten zur Symptomatik, biografische Daten, zur Herkunftsfamilie, zur

     beruflichen und finanziellen Situation. Natürlich entscheiden Sie stets selbst welche

     Auskünfte Sie bereit sind zu geben.

 

2.  Durchführung einer umfassenden Diagnostik, um keine wichtigen Details zu übersehen.

     Zur Diagnostik werden sowohl Gesprächsdaten herangezogen als auch Fragebögen

     verwendet.

 

3.  Prüfung von beiden Seiten ob eine Passung zwischen Ihnen und Ihrem Therapeuten

     gegeben ist. Dieser Punkt ist für Sie besonders wichtig, da auch Sie gefordert sind und

     beurteilen sollen, ob sie ein gutes Gefühl in Bezug auf den Therapeuten haben, ob Sie

     den Eindruck haben, ihm vertrauen zu können, sich ihm gegenüber offen zu äußern und

     mit ihm zusammen arbeiten zu können. Ist dies nicht gegeben, sollte dies offen

     besprochen werden und entweder eine Lösung dafür gefunden werden oder ein anderer

     Therapeut  aufgesucht werden. In der Regel wird es sonst sehr schwierig zu einer

      produktiven Therapie zu finden.

 

Sollte nach der beantragten Zahl an Stunden bei Ihnen der Wunsch zur Verlängerung der Therapie bestehen ist dies in bestimmten Fällen und in Absprache mit dem Therapeuten möglich. Dazu bedarf es einer erneuten Beantragung weiterer Stunden. Zunächst können weitere 15 Stunden beantragt werden, dann noch einmal 20 Stunden und bei sehr komplexen Schwierigkeiten oder aufgrund besonders schwerwiegender Lebensumstände ist eine weitere Verlängerung um weitere Stunden möglich, was jeweils mit einem erneuten Antragsverfahren verbunden ist.

 

Bestimmte Leistungen werden grundsätzlich nicht von der Krankenkasse übernommen, wie zum Beispiel Paartherapien und Lebensberatungen.