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Panikerkrankungen

Panikerkrankungen und Agoraphobie F 40/41/42

(in geringer Abwandlung übertragbar auf andere Phobien)

 

 

 

Symptomatik

 

Intensive, akute Angst, die synonym als Panikattacke oder Panikanfälle bezeichnet werden, wobei der Erwartungsangst vor der nächsten Angstattacke besondere Bedeutung zukommt. Plötzliches und meist spontan erlebtes Einsetzen unangenehmer Symptome, bei denen körperliche Empfindungen im Vordergrund stehen. Symptome lassen sich für den Klienten zunächst nicht mit externalen Stimuli (Höhe, Kaufhaus) in Verbindung bringen bzw. die Angst lässt sich nicht einer realen Gefahr zuschreiben. Neben körperlichen Symptomen treten i.d.R. kognitive Symptome auf (Angst zu sterben, Angst, verrückt zu werden...).

Tritt neben den Panikanfällen auch Vermeidungsverhalten auf, wird eine Panikstörung mit

 …-phobie diagnostiziert. D.h. es liegt eine gerichtete Angst vor, die in bestimmten Situationen auftritt. Sie werden als phobisch bezeichnet, wenn die Furchtreaktion gemessen an der situativen Gefahr in unangemessen starker Intensität auftritt.

Situationsbegünstigte Panikanfälle treten in Verbindung mit einem situativen Reiz auf, d.h. in Konfrontation mit bestimmten Stimuli erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit, muss aber nicht zwangsläufig erfolgen.

 

 

Behandlungsziele

 

1.  Grundelemente: kooperatives Arbeitsbündnis, Vertrauen, Transparenz über

      Vorgehensweise, Informationsvermittlung, spezifische Vermittlung von theoretischen

      Kenntnissen zur Angstentstehung und –stabilisierung (Teufelskreismodell der Angst),

      Unterstützung, Entlastung.

 

2.  Löschen der Panikreaktion und der klassischen Konditionierung von Angst in

     ungefährlichen Situationen.

 

3.  Angstbewältigungstraining (Expositions-Reaktionsmanagement),

     Konfrontationstraining, Abbau der phobischen Reaktionen

 

4.  Reduktion des Vermeidungsverhaltens, auch auf kognitiver Ebene Reduktion der

     Ängste -Entkatastrophisieren

 

5.  Mut aufbauen, Veränderungswünsche bewusst wahrzunehmen, anzusprechen und

     durchzusetzen.

 

6.  Veränderungswünsche und –tendenzen als ungefährliche, aber wichtige Aspekte der

     Lebensgestaltung definieren lernen.

 

 

 

 

Behandlungsmethoden

 

Kombination aus Konfrontation mit internen Reizen (besonders körperliche Symptome) mit Vermittlung von Strategien zur Bewältigung von Angst (bei Flucht / Vermeidung wird das aversive Angsterleben beendet – negative Verstärkung) und körperlichen Symptomen und kognitive Methoden, die auf eine veränderte Interpretation der ursprünglich als bedrohlich erlebten Angstsymptome abzielen (Margraf&Schneider)

 

 

 

 

1.  Bedingungsanalytische Gespräche zur Vermittlung eines Erklärungsmodells;

     psychophysiologisches Modell und Teufelskreismodell der Angst.

 

2.  Korrektur der Fehlinterpretationen körperlicher Symptome anhand des

     Erklärungsmodells

 

3.  Selbstbeobachtung (Suche nach auslösendem Stimulus)

 

4.  Reaktionsexposition und kognitives Refraiming (sich Panikzustand vorstellen, löst dann

     Panikreaktion aus...), d.h üben, zuvor als gefährlich eingestufte Signale neu

     einzuschätzen

 

5.  Expositions-Reaktionsmanagement

 

6.  Systematische Desensibilisierung, Angsthierachie (in sensu / in vivo) mit PMR

 

7.  Kognitive Neubewertung

 

8.  Probehandeln/ Rückfallprophylaxe