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Was ist Verhaltenstherapie (VT)?

 

Die Verhaltenstherapie ist eines von den drei durch die Krankenkassen anerkannten psychotherapeutischen Verfahren. Daneben werden ebenfalls die Kosten für die tiefenpsychologische Psychotherapie und die Psychoanalyse übernommen.

 

Sie ist ein therapeutisches Verfahren, dass die Hilfe zur Selbsthilfe für den Klienten in den Mittelpunkt stellt und sich bemüht dem Klienten nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme, Methoden an die Hand zu geben, mit denen er zukünftig besser zurechtkommt. Charakteristisch für die VT ist die Konzentration auf gegenwärtige statt auf vergangene Handlungsfaktoren, ohne diese jedoch in der Analyse der Problementstehung zu vernachlässigen. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung.

 

 

 

Auf welchen Annahmen basiert die Verhaltenstherapie?

 

Grundlegende Annahme der VT ist, dass Verhaltensweisen erlernt und auch wieder verlernt werden können über eine systematische Veränderung von Denk- und Bewertungsmustern.  Dabei werden inzwischen auch die genetischen Anlagen berücksichtigt, was ursprünglich anders war. Erlebt ein Klient seine gelernten Verhaltensmuster als störend, belastend oder hemmend, soll in der Therapie unter Wahrung ethischer Prinzipien ein neues effektiveres Verhalten erlernt und geübt werden. Die Behandlungsstrategien werden individuell auf die Probleme der Person angepasst. Um Veränderungen zu bewirken, ist es nicht zwangsläufig notwendig, die Ursprünge des psychologischen Problems genau zu ergründen. Gerade bei gut definierten psychischen Störungen wie Zwangsstörungen oder Phobien hat sich herausgestellt, dass Heilungen möglich sind ohne genaue Analyse der Entstehungsbedingungen, ohne dass es zu Symptomverschiebungen kommt.

Andererseits spricht innerhalb der VT auch nichts dagegen, eine genauere Analyse der Störungsentwicklung oder der therapeutischen Beziehung vorzunehmen. Dies ist auch immer dann angebracht, wenn auf Seiten des Klienten ein ausgeprägtes Interesse an der Entstehung seiner Störung zu erkennen ist.

Ein weiteres Prinzip liegt in der Therapietransparenz. Mit dem Klienten wird offen über das therapeutische Vorgehen gesprochen, damit der Klient weiß, was er, warum macht und wie er es auch alleine anwenden kann. Denn Ziel einer Therapie ist es den Klienten zur selbstständigen Bewältigung seiner Probleme, Krisen und Symptomatik zu befähigen.

 

 

 

Wie werden die neuen Verhaltensweisen in den Alltag integriert?

 

In einer Zielanalyse werden die Therapieziele gemeinsam mit dem Klienten entwickelt, wobei darauf geachtet wird, ob die Ziele realistisch zu erreichen und nach der Therapie aufrechterhalten werden können. Die Therapie beruht schließlich auf einem Therapievertrag, in dem Klient und Therapeut sich gegenseitig zusichern, welche Aufgaben sie während der Therapie jeweils übernehmen.

Das bedeutet ebenfalls, dass der Klient während einer Therapie vielfach angehalten ist, neue Verhaltensweisen zu üben, sie im Alltag zu erproben und zu prüfen. Dafür ist es notwendig, dass Klient und Therapeut Vereinbarungen treffen, was der Klient zu einem bestimmten Zeitpunkt der Therapie übt. Darunter fallen sowohl Phasen der Selbstbeobachtung, in denen der Klient zum Beispiel seine Gedanken protokolliert als auch Phasen in denen der Klient zum Beispiel sozial kompetente Verhaltensweisen in Auseinandersetzungen mit seinen Kollegen erprobt.

 

 

 

 

Was für Methoden können innerhalb der Verhaltenstherapie eingesetzt werden?

 

In der Therapie können verschiedene verhaltenstherapeutische Verfahren zur Zielerreichung eingesetzt werden. Übergeordnetes Prinzip ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe, das heißt,  der Klient soll in der Therapie lernen, wieder mit dem eigenen Leben selbst zurechtzukommen. Grundlage dafür bildet unter anderem eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Therapeutische Basisvariablen wie Echtheit, Empathie und uneingeschränktes Akzeptieren des Klienten bilden dafür die Voraussetzung.

 

Hier sollen exemplarisch einige Methoden der Verhaltenstherapie vorgestellt werden, die je nach Störungsbild des Klienten eingesetzt werden können, allerdings immer nur mit dem Einverständnis des Klienten.

 

- Konfrontationsverfahren oder Expositionsverfahren sind Verfahren, die insbesondere in

  der Traumatherapie und bei Phobien und Panikstörungen Einsatz finden.

 

- Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) nach Francine Shapiro

 

- Paradoxe Interventionen